27.04.2017 174 days

Evangelische Jugend unterwegs in Transsylvanien


Beeindruckende Begegnungen und Landschaften, Kulturdenkmäler und Landleben

Evangelische Jugend im Rheinland war in den Osterferien unterwegs

17 ehrenamtlich Mitarbeitende der Evangelischen Jugend im Rheinland, waren in den Osterferien zu spannenden Entdeckungen unterwegs. Und - eigentlich selbstverständlich bei unseren Angeboten - waren wir auch jetzt wieder in einer inklusiven Gruppe unterwegs.

Transsylvanien in Rumänien war das Reiseziel. Der Flug brachte die Gruppe nach Sibiu/Hermannstadt. Nach einer ausführlichen Stadterkundung gab es hier weiterhin die Möglichkeit zum Besuch des landeskirchlichen Museums, in dem die Geschichte der Siebenbürger Sachsen eindrücklich und nachvollziehbar dargestellt ist. Die gut restaurierte Altstadt lud bei herrlichem Frühlingswetter zum Verweilen ein.

Bevor es eine Begegnung mit der Kirchengemeinde in Sibiu, in einer gemeinsamen Konfirmandenunterrichtsstunde und dem Jugendleiter der Gemeinde gab, wurde aber noch die Umgebung erkundet. Dazu gehörte auch der Besuch bei einer rumänischen Familie, die uns mit tollen Schafskäsevarianten bei einer Verkostung verwöhnte.

Eine Superaussicht auf die naheliegenden Karpaten gab es dann vom Kirchturm der evangelischen Stadtpfarrkirche aus. Natürlich durfte auch der Fototermin auf der Lügenbrücke nicht fehlen.

Die Weiterreise nach Mediasch erfolgte dann mit dem Bus. Hier wurde die Gruppe herzlich von den Jugendlichen der Gemeinde empfangen und während der weiteren Tage begleitet.

So gabs Ausflüge zu den Kirchenburgen in Meschen /Mosna und Birthälm/Birthan, aber auch nach Schäßburg/Sigishoara, wo er Sage nach ja das Geburtshaus von Vlad Dracula steht.

Die Kirchenburgen, die als alte Wehrburgen der deutschen Minderheit in Rumänien noch sehr gut erhalten sind, gehören fast alle zum Weltkulturerbe. Beeindruckend ihre Geschichte aber auch die Aussicht von den Türmen und Dächern, die häufig von uns bestiegen wurden.

Das Ziel unserer Reise, Begegnungen zu ermöglichen war eine bereichernde Erfahrung, die auch beim gemeinsam gestalteten Kreuzweg der Jugend erfahrbar wurde.

Einen Einblick in die Lebenssituation von Jugendlichen im sehr viel ärmeren Europa bekamen die Teilnehmenden aber auch. Lebensmittel, die für unsere Verhältnisse supergünstig sind und ein Durchschnittseinkommen, das kaum zum Überleben reicht, Lehrer die einen zweiten Job brauchen, um überleben zu können, sind die beiden Seiten einer Lebenssituation im armen Europa.

Wir lernten Siebenbürger Sachsen kennen, die nach der Auswanderung nach Deutschland wieder nach Rumänien zurückkehren, weil es ihre alte Heimat ist, weil das Leben dort entschleunigt ist, und, weil doch jemand die Kirchenburgen betreuen und am Funktionieren halten muss!

Wir diskutierten mit den jungen Menschen in Rumänien, die durch den Besuch der deutschen Schulen über hervorragende Deutschkenntnisse verfügen, über Zukunftspläne , Berufswünsche und Lebensperspektiven. Wir reflektierten über die Kultur der Roma, die uns an vielen Stellen begegneten und über Migrationsbewegungungen im Europa.

Wir haben in kurzer Zeit intensive Begegnungen und eine herzliche Gastfreundschaft erlebt in einem Land, das so einladend ist.

Die Reise war eine Kooperationsveranstaltung der Evangelischen Schülerinnenarbeit im Rheinland, des Jugendreferates im KKrs Obere Nahe und des AFJ .


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